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Touristen Information - Lucete Fortes
 

Bordeira de Fogo
Gratroute

und
Klettersteig Mimisó
im Naturpark Fogo
Kap Verde - Cabo Verde - Kapverden

Karte Kapverdische Inseln Cabo Verde klein Ilha do Sal Maio Santo Antão São Vicente São Nicolau Boa Vista Santiago Brava Fogo

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Juli 2006
Ein Traum ( Pitt Reitmaier und Lucete Fortes)

Voller Respekt hatten wir immer wieder vom Pico hinübergeschaut auf die schroffen Wände des 1000 m über der Chã das Caldeiras stehenden Grats (2692), der im Halbkreis den Westen der Chã das Caldeiras umschließt. Aus Brava kommend standen wir an der Reeling und haben die "Oredja" gemustert, wie der Kranz des 9km grossen Hauptkraters auf Kriol genannt wird. Der aus der Ferne gleichförmige Kegel der Aussenseite ist keinesfalls glatt, sondern von Felsen und Schluchten durchbrochen. Nur auf dem fio, der mitunter wenig mehr als schulterbreiten Klinge, gibt es ein Durchkommen.
Bergführer hatten vereinzelte Alpinisten geführt und darüber berichtet.
Wasser muss man mitschleppen, viel Wasser und ein Zelt dazu, denn an einem Tag ist die gesamte Strecke nicht zu schaffen. Was dies bedeutet und wie schön die Route wirklich ist, wollten wir endlich in Erfahrung bringen.

Im Dunkel der Nacht bricht ein gut gelauntes Grüppchen Mitarbeiter des Naturparks und drei Bergführer auf. Wir sind als Schreiberlinge mit Wander-Erfahrung in Kap Verde eingeladen und gemeinsam wollen wir einige Wege erkunden. In Vorbereitung der Wanderkarte Fogo / Brava lassen wir das GPS mitlaufen und machen Notizen in der Hoffnung, unser Schärflein beizusteuern zu einem atraktiven, nachhaltigen bergtouristischen Angebot im Naturpark.
Ein paar Witze machen die Runde über unseren abstrusen Wunsch, ausgerechnet die Bordeira als erste Route aufs Programm zu setzen.

Der schmale Pfad (Weg Bordeira Parte I), endet am Monte Gomes , einem der schönsten Plätze für Fotographen und Fernblickhungrige.
Klare Entscheidung:
Ab hier beginnt nicht nur eine neue Wegnummer, sondern eine neue Qualität, tabu für Schnupperalpinisten ohne entsprechende Kenntnisse, Fertigkeiten und Ausstattung und keinesfalls ohne ausgebildete Führer.
Der Wanderweg, den wir vorhatten zu explorieren, zeichnet sich dadurch aus, dass es keinen erkennbaren Weg gibt, so wie ihn ein in den Alpen verwöhnter Tourist erwartet. Mühsam dampfen wir steil bergauf über loses Geröll . Danach wollen die ersten einfachen Partien erklettert sein.

Zur Aussenseite des Grats verwehren brüchige, schrägliegende Brocken einen sicheren Tritt.
Nicht selten lösen sich als vulkanische Bomben in weichere Aschen eingebettete Steinbrocken beim Versuch, der Hand einen belastbaren Griff zu bieten.

Zur Innenseite des Grats verabschiedet sich der Begehungs-Steinschlag über Hunderte von Metern lautlos in die Tiefe.
Wolken ziehen hoch über dem Grat dahin, dann plötzlich hüllen sie uns ein.
Das Pfeifen und Gerüttel eines scharfen Windes am Rucksack verstärkt unser Bedürfnis nach festerem Halt,
nach mehr Sicherheit, ... nach einer

via ferrata!

Ohne die losen Brocken vom Grat zu räumen, ohne zu verhindern, dass der letzte Tritt beim Klettern in einem Haufen zusammenbrechender Steine endet, ohne klare Vorgabe einer sicheren Linie und ein lebensrettendes Seil im Falle eines Sturzes, können wir diese Tour in keine Karte aufnehmen.
Wie schade, denn das Panorama nach beiden Seiten, der Pico in wechselnden Tönen zwischen Grau, Schwarz und Blau zur einen und die Insel Brava unter ihrer Wolkenhaube zur anderen Seite, sie machen die Bordeira zu einem der einprägsamsten Bergerlebnisse Kap Verdes, wenn nicht der Welt.

Der Entschluss, nicht nur zu träumen, sondern ganz konkret Sicherungen am Weg vorzuschlagen, fällt in den ersten Minuten. Fröhlich tanzen die anderen voraus, während wir versuchen, mit GPS, Kamera und Diktiergerät ein möglichst präzises Bild der Strecke aufzuzeichnen. Bergführer Alcindo probiert Varianten, um einen sicheren Weg mit dem geringsten Eingriff in die Natur zu vereinbaren.

Mit der verrückten Idee des ersten Klettersteigs in Cabo Verde im Rucksack bauen wir spät nachmittags in Fundo Serrinha die Zelte auf.

Mitten in der Nacht treibt die gute Laune Roberto Maldonado, Paulinho, João und Alcindo aus dem Zelt.
Eine Runde Capoeira zwischen den Büschen mit dem hübschen Namen Mimisó (echium vulcanorum) kann die im Kreis laufenden Träume nicht stören:

  • .... ... ...
  • wegloses Hochgebirge !
  • Stahlkabel, Felsanker?
  • Hinweistafeln, Alpiner Alarm, Notfall-Wasserdepots?
  • Politik, Budget, Umweltverträglichkei, Partner?
  • Klettersteig-sets, Helme, Training, Seile, Handschuhe ?
  • Kartographieren, Fotographieren, Dokumentieren !!!
  • .... ... ...

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update  24.07.2016
© Informação Turística Lucete Fortes